GvSS Schulseelsorge

Leben heißt auch, dass Dinge geschehen können, mit denen keiner gerechnet hat.
Die schwere Erkrankung oder der plötzliche Tod einer nahestehenden Person. Ein belastendes Erlebnis, das mich nicht loslässt. Der eine Gedanke, der auf einmal alles infrage stellt. Niemand sollte zögern, sich in einer Sinnkrise stützen und unterstützen zu lassen. Unabhängig seiner religiösen Ansicht und persönlichen Orientierung. Diskret und vertraulich.

Aus dem Leben gerissen – Umgang mit Tod und Trauer

• Ich will über den Tod eines geliebten Menschen sprechen, aber weiß nicht mit wem.
• Die schwere Erkrankung einer nahestehenden Person macht mich rat- und hilflos.
• Ein belastendes Erlebnis quält mich und droht, mich aus der Bahn zu werfen.

Resignation – wenn Du alleine nicht mehr weiterweißt

• Mein Leben verläuft nicht nach meinen Vorstellungen.
• Ich finde meinen Platz nicht in der Gruppe, in der Gesellschaft.
• Meine Freundschaften und Beziehungen sind nicht so, wie ich sie leben will.
• Mich plagen Wut und Verzweiflung nach einer schweren Enttäuschung oder einem harten Rückschlag.
• Ich finde keine Antworten mehr auf persönliche Fragen nach Sinn und Zukunft.

Schulseelsorger Waldemar Schwarzer

SCHULSEELSORGE
ist für alle da, unabhängig der religiösen Anschauung.
ist punktuelle Begleitung in einer schweren Lebenslage.
gibt in einer akuten Notfallsituation Halt.
sucht gemeinsam nach möglichen Wegen aus der Krise.
ist diskret und streng vertraulich (absolute Schweigepflicht).
Die Betroffenen entscheiden jederzeit selbst, ob und in welchem Umfang sie schulseelsorgerlich begleitet werden möchten.

Kontakt: jederzeit. (Hier tippen/klicken)


Die SCHULSEELSORGE an der GvSS

ist ein offenes Hilfsangebot für alle, die hier lernen, arbeiten und zu uns gehören: Das sind unsere Schüler*innen, Lehrkräfte, die Verwaltung, sowie das bei uns beschäftigte Personal. Schulseelsorge ist für alle am Schulleben Beteiligten da, unabhängig von der eigenen religiösen Anschauung und persönlichen Orientierung. Sie beginnt oft in unauffälliger Form in Gesprächen zwischen Tür und Angel und kann bedarfsorientiert auf längere oder regelmäßige Gespräche ausgeweitet werden. Die Betroffenen entscheiden jederzeit selbst, ob und in welchem Umfang sie schulseelsorgerlich begleitet werden möchten.

SCHULSEELSORGE ist Rettungsanker

Schulseelsorge will in einer akuten Notfallsituation halten, stabilisieren, beruhigen, existenzielle Bedürfnisse der Betroffenen stillen, aufrichten und helfen, die eigene Form zur Krisenbewältigung zu finden.

SCHULSEELSORGE ist Begleitung

Schulseelsorge ist die punktuelle und zeitlich begrenzte Begleitung bei der Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation durch menschliche Nähe, Zuspruch, Zeit haben, Zuhören, Reden, Trösten, Beten, die Sicherstellung weiterer Betreuung durch Angehörige, Freunde, Seelsorger, Ärzte, Trauer- und Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, soziale Dienste, usw.

Sie tut dies alles diskret und vertraulich, aber nicht anonym. Sie ist an die Schweigepflicht gebunden, will aber helfen sich zu befreien und nach außen zu öffnen. Es geht nicht darum Antworten parat zu haben, sondern gemeinsam nach Lösungen und Wegen zu suchen, wie es weitergehen soll. Sie ist Hilfe zur Selbsthilfe.


SCHULPASTORAL an der GvSS

Was fehlt? Wem? – Wenn Schule nicht nur Lernort sein will, sondern auch Lebensraum, dann stellt sich die Frage, was die existenziellen Bedürfnisse ausmachen, die bei den Einzelnen da sind. Wie sieht eine lebendige und menschenfreundliche Schule aus?

Gibt es Momente der Ruhe und Gelassenheit, der Besinnung, der bedingungsfreien Wertschätzung?

Gibt es Möglichkeiten, Trauerfälle und andere Grenzsituationen gemeinsam zu gestalten, Hilflosigkeit zuzulassen und miteinander zu überwinden, indem Ausdrucksformen gefunden werden, die Betroffene wieder sprachfähig machen, dass eine Verständigung möglich wird?

Wie gehen wir mit Scheitern oder Versagen um?

Wie können wir das System Schule menschlich gestalten, den Blick für einander offenhalten, Wohlwollen, Vertrauen und Verständnis im Schulalltag stärken, Vorurteile abbauen und religiöse, kulturelle und individuelle Vielfalt als kostbare Bereicherung erfahren?

Schulpastorales Konzept an der GvSS

Das Konzept der Schulpastoral an unserer Schule verfolgt einen bedürfnisorientierten und situationsbezogenen Ansatz. Ausgehend vom christlichen Menschenbild stehen die Ganzheitlichkeit des Menschen und das Bewusstsein für die Zusammengehörigkeit aller am Schulleben beteiligten Personen im Vordergrund.

Schulpastoral beobachtet, analysiert, reflektiert und reagiert flexibel. Ihr Handeln möchte durch Impulse und spirituelle Angebote positiv zum Schulleben, zum Schulklima und zur Schulentwicklung beitragen.
Dazu vernetzt sie sich mit den innerschulischen Partnern (Schüler*innen, Kollegium, SMV, Verbindungs-, Vertrauens- und Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit, Personalrat, Schulleitung, usw.) und außerschulischen Kooperationspartnern (Jugendhilfen, kommunale Stellen, kirchliche Einrichtungen und andere gemeinnützige Verbände und Organisationen).

Schulpastorale Angebote setzen auf Freiwilligkeit, auf Offenheit und soziales Miteinander. Sie eröffnen Räume und Zeiten, nicht für effizientes leistungs- und ergebnisorientiertes Lernen und Arbeiten, sondern für Spiritualität als Unterbrechung des Alltags, für Verbundenheit in Gemeinschaft, für Glaubenserfahrungen und ganzheitliche Persönlichkeitsbildung, für Gelegenheiten Gott und die Welt zu bedenken, sich selbst neu zu positionieren, auch mal gegen den Trend zu denken.

Die Entwicklung schulpastoraler Angebote erfolgt in stetigem Prozess.

Das Ziel ist klar, nicht das Endprodukt.


Verhaltenskodex der Diözese Rottenburg-Stuttgart zur Prävention von sexuellem Missbrauch

Die katholische Kirche will Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männern Lebensräume bieten, in denen sie ihre Persönlichkeit, ihre Fähigkeiten und Begabungen entfalten können. Dies sollen geschützte Orte sein, an denen junge Menschen sich angenommen und sicher fühlen. Kinder und Jugendliche brauchen und finden Vorbilder, die sie als eigenständige Persönlichkeiten respektieren und unterstützen und denen sie vertrauen können. Die Verantwortung für den Schutz von Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männern liegt bei den ehrenamtlichen und haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesamtfeld der kirchlichen Arbeit im kinder- und jugendnahen Bereich. Diese sind zu einem reflektierten Umgang mit ihren Schutzbefohlenen und zur zeitnahen und angemessenen Thematisierung von Grenzverletzungen verpflichtet, die durch ihre Kolleginnen und Kollegen oder durch die ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männer begangen worden sind. Dies wird durch die Unterzeichnung dieses Verhaltenskodex bekräftigt.

Ich verpflichte mich, alles in meinen Kräften Stehende zu tun, dass niemand den mir anvertrauten Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männern seelische, körperliche oder sexualisierte Gewalt antut.

1. Ich unterstütze die Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männer in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen, glaubens- und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Ich stärke sie, für ihr Recht auf seelische und körperliche Unversehrtheit und ihr Recht auf Hilfe wirksam einzutreten.

2. Meine Arbeit mit den mir anvertrauten Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männern ist geprägt von Wertschätzung und Vertrauen. Ich achte ihre Rechte und ihre Würde.

3. Ich gehe achtsam und verantwortungsbewusst mit Nähe und Distanz um. Ich respektiere die Intimsphäre und die persönlichen Grenzen der Scham der mir anvertrauten Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männer und meine eigenen Grenzen. Ich beachte dies auch im Umgang mit den Medien, insbesondere bei der Nutzung von Handy und Internet.

4. Ich bemühe mich, jede Form persönlicher Grenzverletzung bewusst wahrzunehmen und die notwendigen und angemessenen Maßnahmen zum Schutz der jungen Menschen einzuleiten. Ich beziehe gegen diskriminierendes, gewalttätiges und sexistisches Verhalten, ob in Wort oder Tat, aktiv Stellung. Verhalten sich die im kinder- und jugendnahen Bereich tätigen Personen sexuell übergriffig oder körperlich gewalttätig, setze ich mich für den Schutz der Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männer ein. Ebenso greife ich ein, wenn die mir Anvertrauten andere in dieser Art attackieren. Ich höre zu, wenn sie mir verständlich machen möchten, dass ihnen durch weitere Menschen seelische, sexualisierte und körperliche Gewalt angetan wird. Ich bin mir bewusst, dass seelische, sexualisierte und körperliche Gewalt nicht nur von männlichen, sondern auch von weiblichen Tätern verübt wird und dass nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen häufig zu Opfern werden.

5. Ich kenne die Verfahrenswege und die entsprechenden (Erst-)Ansprechpartner für die Diözese Rottenburg-Stuttgart, meinen Verband oder meinen Träger. Ich weiß, wo ich mich beraten lassen kann oder bei Bedarf Hilfe zur Klärung und Unterstützung bekomme, und werde sie in Anspruch nehmen.

6. Ich bin mir meiner besonderen Vertrauens- und Autoritätsstellung gegenüber den mir anvertrauten Mädchen und Jungen, jungen Frauen und Männern bewusst und handele nachvollziehbar und ehrlich. Ich nutze keine Abhängigkeiten aus.

7. Ich bin mir bewusst, dass jede sexualisierte Handlung mit Schutzbefohlenen gegebenenfalls disziplinarische und/oder strafrechtliche Folgen hat.

8. Ich informiere mich über sexualisierte Gewalt und Möglichkeiten der Prävention und nehme an Schulungsangeboten gemäß der Präventionsordnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart teil.

Heilbronn, den 14.09.2020

Waldemar Schwarzer

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